STRESS

 

Was ist eigentlich Stress?

Der Begriff Stress kommt ursprünglich aus der Physik, genauer aus der Werkstoffkunde. Dort bezeichnet man den Zug oder Druck auf ein Material als Stress. Mittlerweile hat sich die Bezeichnung aber vor allem für ein psychologisches Phänomen eingebürgert.

Wir bewerten über unsere Sinnesorgane unsere Umwelt. Wird sie als bedrohlich wahrgenommen, führt diese Wahrnehmung zu einer physiologischen Reaktion des Körper. Er wird in Alarmbereitschaft versetzt, um einer potenziellen Bedrohung angemessen begegnen zu können. Stress ist deswegen wichtig für unser Überleben. Er versetzt unseren Körper in einen Zustand erhöhter Leistungsfähigkeit, ermöglicht ihm Flucht- oder auch Angriffsreaktionen. Damit kann er auf besondere Situationen schnell und angemessen reagieren.

Stress kann Psyche und Körper überfor­dern

Stress mobilisiert Energiereserven, kurbelt den Stoffwechsel an. Kurzfristig kann Stress durchaus zu positiven Effekte führen, zum Beispiel beim Sport oder in Prüfungssituationen. Nimmt der Stress aber überhand und bleibt langfristig bestehen, kann er auch schädlich wirken. Stress kann Psyche und Körper überfordern, sogar krank machen.

Die Faktoren, die zu Stress führen, nennt man Stressoren. Alles, was das Gleichgewicht des Organismus massiv umzustoßen droht, ist ein Stressor. Sie können physiologischer oder psychologischer Natur sein. Kälte, Hitze, Lärm, Schlaflosigkeit oder Hunger sind physiologische Stressoren für den Körper. Psychologische Stressoren sind vor allem Phänomene der Überforderung - wenn man glaubt, den Dingen des Alltags nicht mehr gewachsen zu sein, seine Aufgaben nicht schaffen zu können.

Wie entsteht Stress im Körper?

Stress ist ein Wahrnehmungsphänomen. Über die Sinnesorgane wird ständig unser Umfeld, unsere Umwelt bewertet. Unser Gehirn führt diese Bewertungen durch, es ist das Stress wahrnehmende und regulierende Organ. Über das Gehirn beeinflusst die Stresswahrnehmung eine ganze Reihe von Hormondrüsen wie zum Beispiel die Nebennieren. Dort werden typische Stresshormone wie Adrenalin freigesetzt. In Stresssituationen wird es vermehrt ausgeschüttet, steigert die Atmung und Herzschlagfrequenz und lässt den Blutdruck steigen. Stressoren haben so auch Einfluss auf das vegetative Nervensystem, steuern also unwillkürliche Körperreaktionen. Davon sind zum Beispiel die Arbeit des Magen-Darmtrakts oder auch des Immunsystems betroffen.

 

Quellen

  1. Planet Wissen (Kerstin Dreher, Stand vom 04.02.2013  Sendung: Raus aus der Stressfalle, 04.02.2013 ) Text